
Der Schein trügt; die Unfallversicherungsträger treffen ihre Entscheidungen nicht vom grünen Tisch aus. Wenn es um Unfallverhütung und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren geht, schauen die Feuerwehr-Unfallkassen, die Unfallkassen und Berufsgenossenschaften schon genau hin. Dabei hilft beispielsweise das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der DGUV in Sankt Augustin bei Bonn.
Unter der Leitung des Naturwissenschaftlers Prof. Dr. Helmut
Blome forschen, entwickeln, untersuchen und beraten Experten
aus allen Fachrichtungen die Berufsgenossenschaften und
Unfallkassen in naturwissenschaftlich-technischen Fragen.
Dabei sind die Aufgabenschwerpunkte breit gefächert.
Für die
Feuerwehr sind von Bedeutung: Persönliche
Schutzausrüstungen (PSA), Chemische und biologische
Einwirkungen, Toxikologie, Unfallverhütung und
Produktsicherheit, Physikalische Einwirkungen (z.B.
Strahlung, Lärm, Vibration).
Den Unfallversicherungsträgern steht damit eine
anerkannte
Einrichtung zur Verfügung, die durch
interdisziplinäre Zusammenarbeit im IFA selbst, mit den
Schwesterinstituten IAG (Dresden) und IPA (Bochum) sowie mit
Universitäten, Hochschulen und ausländischen
Partnerinstituten
komplexe Problemstellungen der Prävention bearbeiten kann.
Für diese Arbeiten kann das IFA über einen Jahresetat
von rund 26 Mio. €verfügen, wovon allein 66 %
Personalkosten
sind. Ausgegeben wird das Geld für die Bereiche: Forschung,
Entwicklung und Untersuchung (27 %), Beratung (26 %), Analytik (26 %),
Prüfung und Zertifizierung (13 %), Technische
und nichttechnische Infrastruktur (8 %). Die Arbeitsergebnisse des
Instituts gelangen über den Kontakt zu den
Unfallversicherungsträgern in die betriebliche Praxis.
Weiter arbeiten die Experten des IFA in Normungsgremien auf Bundesebene
mit.